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Stevia die süsseste Pflanze der Welt
Süssen ohne Reue. Dank Stevia ist es möglich

Wie schön wäre es: Ein natürlicher Süssstoff ohne die bekannten Nachteile, wie Karies, Gewichtszunahme, Darmpilze, Mineralstoff- und Vitaminverlust usw. Diesen Zuckerersatz schenkt uns die strauchartige Pflanze mit dem Namen Stevia.

Neugierig gemacht? Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen rund um die Pflanze mit der lateinischen Bezeichnung Stevia rebaudiana bertoni.

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Stevia
Botanik von Stevia

Synonyme: Botanischer Name Stevia rebaudiana, bzw. Stevia rebaudiana bertoni; Süsskraut; Honigkraut, kaa hee

Stevia rebaudiana ist eine krautartige, blattreiche Planze, die seit Jahrhunderten in Südamerika bekannt ist. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Compositae). Die Pflanze ist eine mehrjährige winterharte Staude, welche im Wildwuchs bis zu 60 cm, kultiviert bis zu 90 cm hohe Stauden hervorbringt.

 

Steviol Glykoside die Süsse aus Stevia
Untersuchungen in den letzen 40 Jahren zeigten, dass die Süßkraft von Stevia auf die verschiedenen Steviol Glykoside (auch Diterpenglykoside) zurückzuführen ist. Folgende Steviol Glykoside sind in unterschiedlicher Konzentration in der Steviapflanze (v.a. Blätter) enthalten:

 

Herkunft und Verbreitung von Stevia
Von Südamerika nach Asien

Ursprungsgebiet dieser Pflanze ist das Hochland von Amambay in Paraguay. Insgesamt gibt es in Südamerika rund 230 Stevia-Arten, aber nur die Stevia Rebaudiana Bertoni ist mit diesem hohen Gehalt an Süssstoffen ausgestattet.

Vom an Brasilien grenzende Amambay in Paraguay breitete sich Stevia nach Brasilien aus. Heute wird Stevia in ganz Südamerika kultiviert. Asien, im besonderen China ist heute der grösste Produzent von Stevia. Die dort angebauten Züchtungen liefern mehr Süssstoff als die ursprünglichen Sorten. Hierfür büssen sie an Widerstandskraft ein und der Kampf gegen Frasfeinde und Krankheiten werden vermehrt mit chemikalien Beantwortet.

Da Stevia nur als Lebensmittelzusatzstoff in Europa zugelassen ist, können ökologischer produzierte Steviaprodukte nicht entsprechend angepriesen werden. Dies blockiert die Wetbewerbsfähigkeit ökologisch Produzierter Steviaproduke aus Paraguay und teilw. Indien.

 

Die Geschichte von Stevia
Schickanen von Behörden. In wessen Interessen?

Die Pflanze wird seit jeher von den einheimischen Guarani-Indianern zum süssen von Speisen und Getränken und als Heilpflanze verwendet.

Erstmals beschrieben wurde die Pflanze vom Schweizer Botaniker Moises S. Bertoni (1887), im Jahre 1905 ordnete er sie der Gattung Stevia zu. In den milden Gegenden Englands, während des 2. Weltkrieges (ab 1941), wurde Stevia angebaut um eine Alternative zur allgemeinen Zuckerknappheit zu schaffen. Diese Anbauversuche schlugen aber aufgrund der sehr kühlen Sommer fehl und so geriet die Pflanze in den darauffolgenden Jahren wieder allmählich in Vergessenheit.

Ende der 60er Jahre wurden die Japaner auf Stevia aufmerksam (Yokoyama, 1977). In zwei Expeditionen wurden ca. 500.000 Wildpflanzen im Ursprungsgebiet ausgegraben und nach Japan gebracht (Ohira, J., 1987). Die Wildpflanzen wurden dort auf verschiedenen Versuchsstationen verteilt und Anbauversuche durchgefŸhrt (Sumita, 1975). Der überwiegende Teil der kalorienfreien Süßstoffe am japanischen Markt enthält Steviaprodukte.

Im Jahr 1999 wurde ein Antrag auf Zulassung von Stevia Rebaudiana Bertoni als neuartiges Lebensmittel "Novel Food Verordnung" vom wissenschaftlichen Lebensmittelausschuß der EU abgelehnt. Die Begründung der EU lautet: "Die gegenwärtige Informationslage sei nicht ausreichend, um eine umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit zu garantieren. Vorliegende wissenschaftliche Untersuchungen seien widersprüchlich und/oder entsprechen in ihrer Durchführung keinem derzeitigen Standard."

Es gibt jedoch eine Vielzahl von Studien, welche die Unbedenklichkeit von Stevia beim Menschen zeigen. Dr. Daniel Mowrey, Dirketor des "American Phytotherapie Research Laporatory" stellt fest: "Nur wenige Substanzen haben jemals so viele negative Ergebnisse in Bezug auf ToxizitŠt hervorgebracht wie Stevia. Praktisch jeder vorstellbare Toxizitätstest wurde mit Stevia und den entsprechenden Extrakten gemacht. Alle Resultate waren negativ."

Im Jahr 2008 legte schließlich die JECFA (Gemeinsame FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe) einen ADI-Wert (empfohlene tägliche Verzehrmenge) von 4 mg/kg Körpergewicht fest. Unter Einhaltung der von der JECFA festgelegten Qualitätsstandards für den Steviaextrakt (mind. 95% Steviol Glykoside) und den empfohlenen Einsatzmengen ist Stevia als Lebensmittelzusatzstoff sicher.

In Australien, Neuseeland, grossen Teilen Asiens, der Schweiz, Frankreich und den USA dürfen Steviol Glykoside oder die Steviavlätter als Süßstoff in Lebensmitteln eingesetzt werden. In der Schweiz sind mit Stevia gesüsste Produkte seit 2008 nur mit entsprechnder Bewilligung verkehrsfähig.

 

Rechtliche Situation

Frankreich
Eine Ausnahme machte in der EU Frankreich, die bereits seit 2008 Stevia temporär zugelassen hat. In Frankreicht wird jedoch eine Selektion der Süssmoleküle von 97% Rebaudiosid A vorgeschrieben.

Schweiz
In der Schweiz ist Stevia seit 2008 mit einem Steviosidgehalt von mindestens 95%, als Lebensmittelzusatzstof (E 960) bewilligungpflichtig zugelassen. Steviablätter dürfen nur zu einem kleinen Prozentsatz in Teemischung angeboten werden.

EU
Seit 2011 sind in der EU raffinierte Steviaprodukte, mit einem Steviosidgehalt von mindestens 95%, als Lebensmittelzusatzstof (E 960) zugelassen.

Russland
In Russland sind Steviol Glykoside als Lebensmittelzusatzstoff und SüSstoff nicht verboten. Jedoch benötigt jedes neue Produkt eine separate Zulassung

Südamierika, Afrika und Asien
Paraguay, Brasilien, Argentinien u.a. Länder Südamerikas haben keine Beschränkung im Einsatz von Stevia als Lebensmittel bzw. Süßstoff.

Asien
China, Japan, Korea, Indien, Indonesien, Malaysien, Taiwan u.a. haben keine Beschränkung im Einsatz als Lebensmittel bzw. Süßstoff

USA, Australien & Neuseeland
Haben seit 2008 Steviol Glycoside als Süssstoff im Handel.

 

Nutzung und Verwendung von Stevia

Traditionelle Verwendung Stevia
Seit Jahrhunderten wird das Süsskraut von der indigenen Bevölkerung Paraguays und Brasiliens verwendet. Die Guarani-Indianer nennen es kaa hee" und nutzen es in ihrem täglichen Teeritual, um ihren Mate-Tee zu süssen. Die Ureinwohner verwendeten allerdings nicht die aufgereinigten Steviol Glykoside, wie sie heute in den Produkten zur Verwendung kommen, sondern die Blätter der Pflanze.

Stevia in Japean seit 35 Jahren
In Japan werden Steviol Glykoside seit mehr als 30 Jahren als Süßungsmittel in diversen Nahrungsmitteln wie Brot, Säften, Bier, Schokolade, Kaugummis, eingelegtem Gemüse, Tee`s etc.

Anwendungsmöglichkeiten von Stevia

 

Die Vorteile von Stevia liegen auf der Zunge

Die Süsse von Stevia erhöht den Blutzuckerspiegel nicht
Dies birgt diverse Vorteile gegenüber Kristallzucker, Glucose, Fruchtzucker und anderen Zuckerarten. Denn vieles deutete darauf hin, dass diverse Zivilisationskrankheiten mit ständigen Blutzuckerspitzen, bzw. Insulinresistenz in Verbindung gebracht werden kann. Hierzu zählen nicht nur Diabetes, sondern auch Übergewicht (Adipositas), Herzkreislaufkrankheiten, Neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer ("Typ 3 Diabetes") oder aber auch Krebs.

Stevia enthält keine verwertbare Zuckerarten
Dadurch ist keine Gewichtszunahme zu befürchten. Stevia eignet sich dadurch hervorragend zum Süssen bei einer kohlenhydratarmen oder ketogenen Ernährungsweise. Eine Gewichtsregulation lässt sich für die meisten Menschen besser durch eine kohlenhydratarme mit ausreichend Gemüse, Fett und Eiweiss erreichen, als mit Kalorienzählen. Mit Stevia wird der Blutzuckerspiegel nicht erhöht und dadurch die Fettbildung im Körper durch eine Insulinausschüttung nicht gefördert.

Süssen ohne Kariesgefahr
Die Süssstoffe in der Steviapflanze verursachen keine Karies. Im gegenteil zu den meisten Zuckerarten, wirkt Stevia sogar leicht bakterienhemmend.

Stevia als Geschmacksverstärker
Stevia ist nicht nur süss, sonder besitzt auch eine leicht geschmacksverstärkende Eigenschaft. Die geschmacksverstärkende Wirkung ist jedoch nicht so "aggressiv" wie Natriumglutamat mit seinem allergischen Potential. Stevia hebt leicht den Geschmack von Speisen und Getränken an. Ein Kräutertee Ihrer Wahl wird mit ein paar Steviablättern zu einem neuen Geschmackserlebnis.

Warum Stevia sich zum Süssen eignet

 

Leckere Rezepte mit Stevia
Süssen ohne Kariesgefahr und ohne Kalorien

Richtig dosiert, damit es schmeckt wie Zucker:

Dosierungstabelle für Stevia

Kuchen, Torten u. m.

Rezepte mit Beeren

Rhabarber-Kuchen

Holunderbeeren-Fruchtaufstrich

Erdbeer-Tiramisu

Holunderblüten-Sirup

Erdbeerkuchen

Holunderbeeren-Sirup

Fruchtwähe

Brombeer-Fruchtaufstrich

Schokocake

Brownie

Apfeltorte

Leichte Desserts

Weihnachtsgebäcke

Quark-Leinöl-Cremè mit Beeren

Leichtes Dessèrt mit Beeren

Guetzli: Mailänderli

Lassi mit Beeren

Guetzli: Schokoküsse

Milch-Shake

Guetzli: Vanillekipferl

Guetzli: Zimtsterne